Osteopathie - Prinzip
„Leben bedeutet Bewegung. Wo Bewegung gestört ist,
beginnt Krankheit“(Andrew T. Still)
Wie vor 2000 Jahren die chinesischen Gelehrten, legte auch Andrew T. Still großen Wert auf das Studium der Körperfaszien (Bindegewebshüllen) und deren Zusammenhänge zu den physiologischen Organfunktionen und -strukturen.
Jedes Gewebe im Körper besitzt eine ihm spezifische Bewegung, um seine physiologische Funktion durchführen zu können und seine Struktur (Form) zu erhalten. Diese Bewegung erfolgt auf molekularer Ebene und ist von geübten Händen palpierbar, jedoch nicht immer sichtbar. Sie spielt eine wichtige Rolle in der Aufrechterhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden. Bei einer Einschränkung – Blockade - in dieser Eigenbewegung kommt es zu Störungen in der Funktion des Gewebes, was folglich Schmerz, Veränderung in der Körperform bzw. -haltung und andere Beschwerden auslöst.
Still kam zur Erkenntnis, dass der Körper eine Struktur (Form) - und Funktionseinheit bildet. Im Idealfall sind alle Gewebe unseres Körpers harmonisch miteinander durch die Faszien (Bindegewebshüllen) verbunden. Eine manifeste Störung bzw. Blockade in einem bestimmten Körperteil (Gelenkleiden, Organleiden, etc.) kann somit über die Faszien auf die Funktion von entfernt liegenden Körperbereichen übertragen werden und diese beeinträchtigen. Gewöhnliche Alltagsbewegungen, wie beim Tier das Ohrkratzen, die Treppen steigen oder sich schütteln, werden somit gemieden oder sind gar nicht mehr möglich. Lahmheiten und Schmerzen sind die Folgen.