Manuelle Lymphdrainage / Komplexe physikalische Entstauungstherapie
Bei der manuellen Lymphdrainage wird die Lymphbildung in der Haut angeregt. Ihr Ziel ist es, überschüssige Bindegewebsflüssigkeit (z.B. Ödem; Blut) über die aktivierten Lymphbahnen auszuschwemmen. Die verwendete Technik ähnelt einer Massage, ist aber kein Massagegriff, und erfolgt durch langsame, kreisende, mit der Hand oder Fingern durchgeführte Druckimpulse auf größere Lymphgefässe.
In hartnäckigen Fällen reicht die manuelle Lymph- drainage jedoch alleine nicht aus, um einen dauerhaften thera- peutischen Erfolg zu erreichen. Die „komplexe physikalische Entstau- ungstherapie“ erfolgt unter tier- ärztlicher Leitung und ist die Kombination aus manueller Lymphdrainage, Kompressions- therapie, Bewegungstherapie mit Kompressionsverband und der Behandlung der betroffenen unterversorgten Haut. Therapeu- tische Indikationsbeispiele sind das primäre Lymphödem beim Hund sowie die Prophylaxe von Flüssigkeitsansammlungen an Kopf, Hals, Rumpf und Extremitäten nach einem Unfall oder einer Operation.