Ernährungsberatung
Viele der Funktionsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat werden durch eine fehlerhafte Ernährung des betroffenen Tieres verstärkt. Daher führt Dr. Bárbara Esteve begleitend zur physikalischen Therapie eine diätetische Beratung durch.

Bei der Wahl des Futters und der täglichen Futtermenge sollte man die Tierart, das Alter, die körperliche Leistung und das Vorkommen von inneren Erkrankungen berücksichtigen.

Besonders bei großwüchsigen Hunderassen ist die Ernährungszusammensetzung während der Wachstumsphase (0-2 Lebensjahre) entscheidend für die Ausprägung veranlagter Erkrankungen im ausgewachsenen Alter, wie z.B. die schmerzhafte Ostearthrose in den Hüftgelenken aufgrund einer Hüftgelenksdysplasie (HD).

Wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass die Entstehung von Osteoarthrosen durch eine angemessene Futterrestriktion verhindert oder zumindest hinausgezögert werden kann.

Auch bei übergewichteten Hunden und Katzen mit bereits vorhandenen Abnutzungserscheinungen am Bewegungsapparat können die Schmerzen und die verursachten Bewegungseinschränkungen durch die Kombination einer individuell zusammengesetzten Diät und eines Bewegungstherapieplans gelindert werden.

Bei Geriatrikern (alte Hunde und Katzen) verändert sich erneut die Anforderungen an der Futterzusammensetzung. Zum einen verlangsamt sich der Stoffwechsel, Erkrankungen der inneren Organe treten vermehrt auf (z.B. Zuckerkrankheit, Kreislaufbeschwerden). Zu anderen werden die Muskelproteine abgebaut und durch Fettgewebe ersetzt.