Bewegungstherapie
Tiere, die nach einer Verletzung oder einer Operation wieder zum Gehen anfangen, entwickeln häufig eine fehlerhafte Körperstellung und/oder ein fehlerhaftes Gangbild. Dies entsteht unbewußt über Reflexbahnen und soll ursprünglich den Körper vor weiteren Schäden bewahren. Durch die verursachten Über- und Unterbelastungen löst es jedoch weitere schmerzhafte degenerative Veränderungen am Stütz- und Bewegungsapparat aus (z.B. Arthrosen), wodurch sich der Teufelskreis schließt.
Die „Bewegungstherapie“ ist die moderne Bezeichnung für „Krankengymnastik“ oder „Physiotherapie“ und ist ein wichtiger Bestandteil der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin. Sie besteht aus mehreren Techniken: Durch die Kombination der oben genannten Techniken verbessert die Bewegungstherapie die Beweglichkeit von versteiften Gelenken und von schmerzhaft verspannten Muskeln. Abgeschwächte sowie selten im Bewegungsablauf eingesetzte Muskulatur wird gezielt trainiert. Überbewegliche und schwache Gelenke gewinnen erneut an Stabilität.

Die Bewegungstherapie schult die körperliche Ausdauer und das koordinierte Zusammenspiel der Muskeln für die Durchführung von komplexen Bewegungsabläufen. Sie bessert das Körperbewußtsein des Tieres durch die Anregung der nervalen Verschaltung zwischen den aus der Umwelt eintreffenden Eindrücken und dem Gehirn. Die Konzentrationsfähigkeit und die geistige Flexibilität werden durch Steigerung des Schwierigkeitsgrades der Übungen gefördert.

Die Bewegungstherapie wird bei esteve abwechlungsreich gestaltet. Das Tier - und auf Wunsch auch der Besitzer - werden so aktiv wie möglich in die Übungen einbezogen. Kegel sowie Cavalletti-Stangen können für das aufgetragene Heimprogramm bei esteve gemietet werden.
Bewegungstherapie macht Spaß und wird auch vorbeugend bei beschwerdefreien Hunden und Katzen eingesetzt.