Akupunktur
Die klassische Akupunktur - Zhen Jiu - ist ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird in China seit jahrtausenden zur Behandlung von äußeren und von inneren Erkrankungen eingesetzt. Durch das Einstechen von Nadeln in definierten Körperstellen wird dem Organismus ein regulativer Reiz gesetzt. Dieser Reiz kann - in Abhängigkeit des Akupunkturpunktes - nicht nur einen lokalen Effekt am Stichpunkt auslösen, sondern auch weiter entfernt im Körperinneren. Die Akupunktur unterstützt die Schulmedizin erfolgreich bei der Behandlung von neurologischen Funktionsstörungen (z.B. Radialis- lähmung), bei akuten und chronischen Schmerzzuständen (z.B. konservativ behandelter Bandscheibenvorfall, Arthrosen, Hüftgelenksdysplasie) und bei psychosomatischen Störungen (z.B. Verhaltens- veränderungen nach einer lang bestehenden Krankheit).

Im Rahmen der physikalischen Medizin spielt die Akupunktur eine wichtige Rolle bei der Entspannung schmerzhaft verkürzter Muskeln, bei der Deaktivierung von Triggerpunkten und bei der Tonisierung von abgeschwächten und abgebauten Muskeln. Wird die Akupunktur mit einer Bewegungstherapie kombiniert, so verstärkt sich die therapeutische Wirkung.

Im Zusammenhang mit der Behandlung eines Bandscheibenvorfalles vermag die Akupunktur regulativ in die Funktion der Harnblase und des Enddarms einzuwirken.